Fußball ist eben tatsächlich ein schnelllebiges Geschäft. Vor wenigen Tagen sollte Friedhelm Funkel seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Fortuna Düsseldorf noch verlängern. Er habe das volle Vertrauen, ließen die Bosse wissen. Seitdem hat seine Mannschaft eigentlich nur etwas unglücklich 0:1 gegen Werder Bremen verloren. Die Fortuna rutschte so von Platz 16 auf Rang 17. Dies war offenbar zu viel nach dem Geschmack der Bosse. Laut „DPA“ wackelt der 66-Jährige bedenklich. Die nahe Zukunft entscheidet demnach.
Funkel bekommt zwei Endspiele
Zwei Partien sollen über das Schicksal Friedhelm Funkels als Trainer der Fortuna entscheiden – und zwar die beiden kommenden Spiele. Zuerst misst Düsseldorf die eigenen Fähigkeiten im Derby mit Bayer Leverkusen. Danach geht es gegen Eintracht Frankfurt. Düsseldorf konnte nur eine der vergangen achten Partien gewinnen. Funkel bekommt diese zwei Chancen, um die Statistik wieder zu seinen Gunsten zu ändern. Gelingt dies nicht, erhält wohl in Zukunft ein anderer Trainer das Vertrauen.
Weitere Kritik an Funkel
Ganz fair ist es nicht, Funkel an Spielen gegen Leverkusen und Frankfurt zu messen. In beiden Partien wäre Düsseldorf selbst ohne den Beigeschmack der „Trainerendspiele“ der krasse Außenseiter. Dies wissen auch die Verantwortlichen. Nicht ohne Grund wird über weitere Kritik aus Vorstand und der Mannschaft an Funkel berichtet. Beispielsweise habe er zulange an Oliver Fink (37) und Adam Bodzek (34) festgehalten, die beide fraglos ihre besten Tage hinter sich haben.
Für Funkel ist die Situation nicht neu. Eigentlich stand er in Düsseldorf immer zur Diskussion – selbst, als es gut lief. Erinnert sei daran, dass sein jetziger Vertrag eigentlich nicht existieren sollte, obwohl er die Düsseldorfer nach dem Aufstieg zum ungefährdeten Klassenerhalt geführt hatte. Der Aufschrei war damals so groß, dass diese Entscheidung revidiert werden musste. In der aktuellen Situation dürften Funkel dagegen nur Siege helfen, wie es scheint.