Relativ genau drei Monate nach dem DFB Pokalfinale, das Eintracht Frankfurt überraschend mit 2:1 gegen den FC Bayern München gewinnen konnte, trafen sich beide Mannschaften wieder zum Supercup. Seit damals ist viel passiert: Auf der Trainerbank der Bayern sitzt jetzt Niko Kovac, der Ex-Coach der Adler. Und die Hessen werden inzwischen von Adi Hütter betreut. Man darf sicher sein, dass Kovac die Partie gegen sein altes Team sehr wichtig war – und seine Spieler setzten das um. Frankfurt sah gegen die Münchner kein Land und ging mit 0:5 unter.
Spielbericht: Lewandowski zu gut für Eintracht
Beide Mannschaften traten in etwa mit der Startaufstellung an, mit der sie auch die Saison bestreiten könnten. Bei der Eintracht kam lediglich Ante Rebic später. Vor allem ein Spieler machte auf dem Feld deutlich den Unterschied: Robert Lewadowski. Gegen den polnischen Angreifer fanden die Verteidiger der Hessen einfach kein Mittel. Dieser schoss so gleich die ersten drei Tore der Partie (21. Minute, 26., 54.). Kingsley Coman (63.) und Thiago (85.) sorgten für die weiteren Treffer.
Lewandowski ging in der 72. Minute unter tosendem Applaus vom Feld. Es war der dritte Wechsel der Bayern. Und im Nachhinein wäre es vielleicht gut gewesen, wenn Kovac noch etwas gewartet hätte. Drei Minuten später verletzte sich David Alaba so schwer, dass er nicht weitermachen konnte. Da die Bayern schon alle Wechseloptionen gezogen hatten, mussten sie die Partie mit zehn Spielern beenden. Alaba bekam einen Schlag gegen das Knie. Er hoffe, dass sich die daraus resultierende Verletzung nur als Prellung entpuppen werde, kommentierte Kovac nach der Partie mit sorgenvollem Gesicht. Ein langwieriger Ausfall des Österreichers wäre für die Münchner ausgesprochen bitter. Eine echte Alternative gibt es im Kader nicht.