Verletztenmisere: Der versteckte Grund für Bayerns wilde Flüche

Sportlich läuft für den FC Bayern München in diesen Tagen alles nach Wunsch. Der Rekordmeister hat bislang jedes Spiel gewonnen und strotzt dabei vor Kraft. Trotzdem sieht man die Verantwortlichen des Rekordmeisters vor allem fluchen. Hintergrund ist die Verletztenmisere: Durch Fouls von Gegenspielern haben sich Kingsley Coman, Corentin Tolisso und zuletzt Rafinha langfristige Verletzungen zugezogen. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge forderte deshalb unlängst wutschnaubend, dass die Schiedsrichter die eigenen Spieler besser schützen müssten. Natürlich ist der Zorn verständlich, wenn eigene Spieler durch Fouls der Gegner verletzt werden. Aber insbesondere nach der Verletzung Rafinhas waren die Reaktionen besonders heftig. Dabei zeigt sich ein versteckter Grund für die Wut.

Der Kader des FC Bayern ist unausgewogen
Im Kader Bayern steht eigentlich nur ein Spieler, der Rafinha positionsgetreu ersetzen kann: Joshua Kimmich. Dieser soll aber eigentlich inzwischen auf der 6 agieren, wo Tolisso fehlt. Ansonsten können die Bayern nur auf Nachwuchsspieler vertrauen oder Notlösungen wie den derzeit ebenfalls verletzten Leon Goretzka oder beispielsweise Serge Gnabry anbieten. Letzter wird aber auf den Flügeln gebraucht, weil hier die Personaldeckung durch die Coman-Verletzung ebenfalls zu dünn ist. Der Kader der Bayern ist unausgewogen zusammengestellt. Und vor diesem Hintergrund scheint es umso unverständlicher, dass die Münchner Juan Bernat während der letzten Tage des Transfermarkts in Richtung Paris Saint-Germain haben ziehen lassen, aber keinen Ersatz verpflichteten. Weiterlesen

Das war eng: RB Leipzig quält sich in die Europa League

RB Leipzig wird in der Saison 2018/19 in der Europa League antreten. Im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Sorja Luhansk siegten die Bullen mit 3:2 vor heimischem Publikum. Das sind aber auch schon alle guten Nachrichten. Die Partie war ausgesprochen knapp und beinahe wäre der Bundesligist aufgrund der Auswärtstorregelung ausgeschieden. Schließlich stand es lange 2:2. Das Hinspiel in der Fremde war 0:0 ausgegangen. Erst sehr spät kam die Erlösung.

Spielbericht: Abwehrreihen mit einem wirklich schlechten Tag
Ralf Rangnick muss sich um seine Abwehr sorgen. Diese sah schon im Pokal und in der Bundesliga gegen den BVB nicht gut aus. Und gegen Luhansk setzten sich die Probleme fort. Dabei begann die Partie eigentlich ganz nach Wunsch: Timo Werner traf früh zum 1:0 (7. Minute). Doch der Gast aus der Ukraine konnte die Partie drehen. Rafael Ratao sorgte noch in der ersten Halbzeit für den Ausgleich (34.). Artem Gordiyenko legte kurz nach Wiederanpfiff nach (48.). In dieser Phase der Partie hatte RB Glück, dass es nicht noch weiter in Rückstand geriet. Weiterlesen